Tag: Modewissen to go

Decades of Fashion: Mode von 1900 bis heute

Mode von 1900 bis heuteEs gibt Bücher, die muss man einfach haben. Decades of Fashion: Mode von 1900 bis heute ist eines davon. Auf 608 Seiten hat Harriet Worsley eine großartige Sammlung zusammengetragen:  Mode, Designer und Trends, Klassiker, Keypieces und Stilikonen kombiniert mit den passenden Hintergrundinformationen zur Zeitgeschichte. Dabei setzt das Buch vor allen Dingen auf Bilder aus dem Archiv von Getty Images. Ob Hüte, Frisuren, Sonnenbrillen oder Dessous, keine Modeerscheinung bleibt unerwähnt und auch prominente Gesichter von Joan Crawford, Josephine Barker und Kathrin Hepburn über Twiggy und Jackie Kennedy bis hin zu Madonna, Alexa Chung und Kate Moss kommen nicht zu kurz.

Mode der Belle Epoche Mode der 50er

Die Einführungen in die Epochen wie Die goldenen Zwanziger, New World – New Look oder Back to Basics sind zwar kurz, die einzelnen Bilder dafür aber umso ausführlicher beschriftet. Es macht Spaß, sich durch Decades of Fashion zu blättern, Neues zu lernen und bekannte Fotos, die inzwischen schon echte Ikonen sind, wiederzuentdecken.

Mode der 2000er Mode Alexander McQueen

Mein einziger Kritikpunkt ist das Format. Das Buch ist mit rund 14x16cm klein, was bei rund 600 Seiten eine Dicke von über 5cm ergibt und sich als äußerst unhandlich erweist. Bei einem Preis von € 9,99 für das tolle Buch fällt der Makel jedoch nicht ins Gewicht. Kaufen könnt Ihr Decades of Fashion übrigens hier und eine Leseprobe findet Ihr bei h.f.ullmann.

…Nicole

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100 Years of Style in 100 Seconds

Video 100 Jahre Mode in 100 Sekunden

Für die Mode zu tanzen, liegt derzeit anscheinend im Trend. Im Video 100 Years of Style in 100 Seconds, das anlässlich der Eröffnung eines Shoppingcenters in London erstellt wurde, führen die Protagonisten äußerst charmant die Mode der letzten 100 Jahre, genauer gesagt von September 1910 bis September 2011, vor. Besonders bei den Damen fällt auf, dass einige der älteren Looks – eine Ausnahme würde ich bei den 80er Jahren machen – durchaus auch heute tragbar wären. Leider wurden zum Video keine weiteren Informationen veröffentlicht, wie beispielsweise dazu, ob es sich bei der Kleidung um zeitgemäße Stücke handelt. Gelungen ist das Tanzfilmchen jedoch allemal und führt sicher schneller und liebenswürdiger als jede andere Zusammenfassung durch die Geschichte der Mode. Dieses Modewissen to go gefällt.

…Nicole

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Jeans: Modewissen to go


Dass Jeans früher Hosen für die Arbeit waren, wissen viele. Warum Jeans aber Jeans heißen und wieso der Stoff Demin genannt wird, klären wir nun.

Sowohl der Name Jeans als auch die Bezeichnung Demin sind der Gewohnheit der Amerikaner, Worte und Bräuche zu amerikanisieren, zu verdanken. So ist der Stoff, aus dem die weltweit beliebteste Hose hergestellt wird, ursprünglich nach der Stadt, aus der er stammt, benannt. Aus dem französischen “Serge de Nîmes” (übersetzt: Köperstoff aus Nîmes) wurde im Englischen schlicht Demin. Ähnlich erging es dem Namen der Hose. Die zur Herstellung verwendete Baumwolle stammte aus Genua. Das französische Gênes für Genua verwandelten die Amerikaner kurzerhand in Jeans, obwohl die italienische Stadt auf englisch Genoa heißt.

Erfunden hat die Jeans übrigens der aus Deutschland in die USA ausgewanderte Levi Strauss. Die Nieten zur Stabilisierung waren eine Idee von Jacob Davis, der es sich aber nicht leisten konnte, das entsprechende Patent anzumelden. Populär wurden die 1853 erfundenen Hosen jedoch erst durch James Dean und Marlon Brando. Nach Deutschland gebracht hat die Kulthose L. Hermann, der Gründer von Mustang. Seither habe sich zwar die Formen und Farben der Jeans gewandelt, ihre Popularität ist jedoch ungebrochen.

…Nicole

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Modewissen to go: Dufflecoat

DufflecoatIn diesem Winter hängen die Läden voll mit Dufflecoats. An den Mänteln mit den länglichen Holzknöpfen kommen weder Männer noch Frauen in diesem Jahr vorbei. In unserem Modewissen to go klären wir, woher der Name kommt und was den Mantel so besonders macht.

Der Dufflecoat heißt im Deutschen Düffelmantel. Benannt ist das Modell nach dem Stoff Düffel, einem gerauhten Gewebe mit Köperbindung, der wiederum seinen Namen von der belgischen Stadt Duffel hat. Das Besondere am Dufflecoat ist, dass er einer der wenigen Mäntel ist, der traditionell mit Kapuze hergestellt wird.  Anfang des 19. Jahrhunderts wird der Dufflecoat von der englischen Marine getragen. Da sein Schnitt  an einen Gehrock aus Polen erinnert, der ebenfalls mit den für den Dufflecoat typischen Knebelverschlüssen verziert ist, wird der Mantel zunächst häufig als Polenrock bezeichnet. Ursprünglich ist der Dufflecoat kamelfarben. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wird der Dufflecoat auch in Blau gefertigt.

…Stephanie

Bild via Topshop

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Daisy Dukes – Modewissen to go

“California gurls, we’re unforgettable – Daisy Dukes, Bikinis on top…”, tönt Katy Perry diesen Sommer aus meinem Radio. Dass sie mit Daisy Dukes sehr kurze und enge Jeans Shorts meint, wissen wahrscheinlich viele. Woher die Shorts ihren Namen haben, ist einigen vielleicht noch neu und daher unser heutiges Modewissen to go.

Daisy Duke ist eine Figur in The Dukes of Hazzard. In der Serie trägt sie, verkörpert von Schauspielerin Catherine Bach, häufig enge, kurze Jeans Short kombiniert mit einem Bikinioberteil. Die Shorts waren sogar so kurz, dass die Schauspielerin hautfarbene Strümpfe darunter tragen musste, damit die Sendung 1979 ausgestrahlt werden durfte. Die Serie ist natürlich längst eingestellt worden und Remakes mit Jessica Simpson und April Scott waren wenig erfolgreich. Als Bezeichnung für die kurzen, sexy Shorts hat sich der Name Daisy Dukes allerdings bis heute behauptet.

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Modewissen to go: Minirock

Twiggy

Zwar ist Stilikone und Sixties Supermodel Twiggy mit dem Minirock berühmt geworden, erfunden hat ihn jedoch Designerin Mary Quant. Die Designerin verkaufte den spektakulär kurzen Rock in ihrer Boutique Baazar auf der Londoner King’s Road und sorgte damit gleichermaßen für Bestürzung und Begeisterung.

Neben dem Minirock und Minikleid haben wir Mary Quant auch die Feinstrumpfhose als Ersatz für Strumpfhalter – die schauten nämlich unschön unterm kurzen Rock hervor – und die Hot Pants zu verdanken. Die kurzen Hosen waren die Antwort der Designerin auf den Maxirock von Christian Dior, den das französische Modenhaus als Gegensatz zum Minirock lancierte. Vogue Chefin Anna Wintour wurde übrigens angeblich wegen ihres Minirocks der Schule verwiesen.

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Modewissen to go: Kragen

Kragen und Manschette zum Anknöpfen Unser erstes Modewissen to go beschäftigt sich mit dem Kragen. Warum? Dazu später mehr.

Der Kragen ist bereits seid dem 13. Jahrhundert Teil der Kleidung und diente damals wie Manschetten der Verzierung von einfachen Hemden. Im Gegensatz zu unseren heutigen Blusen und Hemden war der Kragen früher nicht obligatorisch, sondern musste angeknöpft werden. Im Laufe der Zeit galten nicht nur verschiedene Formen von rund über spitz bis hin zum Stehkragen als schick, darüber hinaus varierte auch das verwendete Material von Papier über Gummi zu mit Draht verstärkten Leinenkrägen. Heute ist der Kragen zwar meist fest mit unserer Kleidung verbunden, mit ein wenig Mühe kann man jedoch noch ein paar der alten Krägen finden und so ein historisches Highlight ergattern. Einige sehr schöne alte Stücke hat Anne aufgestöbert.

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Wörterbuch der Mode

Ja, auch für Fashionvictims gibt es Fachliteratur: Gerade frisch erschienen ist das Wörterbuch der Mode von Joëlle Murray und Eva Pehar. Es übersetzt wichtige Begriffe aus der Mode in Englisch und Französisch und wird damit zum unverzichtbaren Begleiter für die London und New York Fashion Week sowie die Paris Haute Couture und Prêt-à-Porter Schauen. So heißen Mary-Jane Schuhe in Frankreich zum Beispiel Baby und Keulenärmel in England Leg-of-mutton-sleeves.

Wer nicht weiß, wie Keulenärmel aussehen, dem empfehlen wir Das kleine Wörterbuch des Kostüms und der Mode von Schneidermeisterin Claudia Wisniewski. Sie erläutert in ihrem aufwendig recherchiertem Sachwörterbuch vom Appetitröckel und Kaschmir, über Teddy-Boys und Vatermörder bis hin zum Zylinder zahlreiche Begriffe aus der Modewelt. Aufgelockert durch über 150 Abbildungen und zahlreiche Querverweise ist dieses Modelexikon beinahe mehr ein Schmöker für Fashionvictims als ein Sachbuch.

Sowohl das Wörterbuch der Mode als auch Das kleine Wörterbuch des Kostüms und der Mode sind tolle kleine Begleiter für die Handtasche und nützliche Fibeln für Fashionblogger und Modejournalisten.

…Nicole

Bestellt werden können diese beiden und zahlreiche andere Wörterbücher für die Modewelt hier.

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