Jimmy Choo wird 1961 auf der malaysischen Insel Penang geboren. Sein Geburtsname ist Jimmy Chow, dieser wird jedoch durch einen Fehler der Behörden als Choo in seine Geburtsurkunde eingetragen. Sein Vater besitzt einen Schuhladen und Jimmy Choo lernt schon früh das Schuhhandwerk. Um am Cordwainer’s College, heute London Fashion College, zu studieren, wandert er nach London aus. Nach Abschluss des Studiums heuert der Designer beim Schweizer Schuhhaus Bally an, eröffnet aber bald seinen eigenen Schuhlanden in London. Die handgefertigten Schuhe von Jimmy Choo kommen an und schon bald hat er einen festen Kundenstamm und stattet sogar Mitglieder der Königsfamilie mit seinen Schuhen aus.
Für den internationalen Durchbruch von Jimmy Choo ist jedoch Tamara Mellon verantwortlich. Die damalige Accessoire Chefin der britischen Vogue erkennt 1996 einen schnell wachsenden Bedarf an modischen Prêt-a-porte Schuhen. Sie kontaktiert Jimmy Choo und gemeinsam gründen die beiden das populäre Schuhlabel. Das luxuriöse Design begeistert und die glamourösen High Heels werden schnell beliebt bei Stars und Prominenten, die sie gerne auf dem Roten Teppich tragen. Markenzeichen der Schuhe sind sehr hohe Absätze von bis zu 15 Zentimetern und auffällige Materialien wie Lackleder oder Animal Prints. Jimmy Choo selbst überlässt die Firmenleitung schnell Tamara Mellon und seiner Nichte Sandra Choi, bleibt aber bis 2001 am Label beteiligt. Als dieses von Eqinox Luxury übernommen wird, verlässt der Designer sein Schuhhaus.
Tamara Mellon bleibt und erweitert das Sortiment um Handtaschen, Lederaccessoires und Brillen. Seit 2004 ist das Unternehmen Hicks Muse Mehrheitseigner von Jimmy Choo. 2009 erscheint die Jimmy Choo für H&M Kollektion, für die das Unternehmen erstmals auch Kleidung für Damen und Herren lanciert. Die Kollektion ist weltweit innerhalb kürzester Zeit ausverkauft, was beweist, dass die Beliebtheit von Jimmy Choo Schuhe bis heute anhält.





