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Coco Chanel

Coco Chanel

Coco Chanel wird als Gabrielle Chanel, Tochter eines Straßenhändlers, am 19. August 1883 in Saumur in Frankreich geboren. Bevor sie die Mode revolutioniert hat sie ein schweren Weg vor sich. Ihrer Mutter stirbt als sie zwölf ist und sie lebt zunächst in einem Waisenhaus, wo sie nähen und sticken lernt, und wird dann in einem Pensionat unterricht. Mit  20 arbeitet sie in einem Geschäft für Aussteuerbedarf und nimmt private Schneideraufträge an. Zusaätzlich verdient sie Geld mit Auftritten als Sängerin. Vom Publikum erhält sie ihren Spitznamen Coco.

1904 lernt sie Etienne Balsan kennen und beginnt eine Beziehung mit ihm. Der Industriellensohn führt sie in die Gesellschaft ein und unterstützt sie finanziell bei der Eröffnung eines Hutgeschäfts in Paris. Mit der Hilfe einer Bürgschaft ihres nächsten Liebhabers Arthur Chapel verwirklicht Coco Chanel  schon mit 27 Jahren ihren Traum von einer eigenen Boutique. Ihre Mode ist legere und sportlich. Bei ihren Entwürfen, die sie nie zeichnet, sondern immer direkt an die Puppen oder Models drapiert, stehen Bequemlichkeit und Befreiung aus dem Korsett und den engen Kleidern im Vordergrund. Sie verwendet Jersey und ihre Schnitte sind gradlinig und bequem. Dieser Stil entspricht zwar ihrer eigenen Kleidung, aber gar nicht der Frauenkleidung ihrer Zeit. Sie trägt Röcke, die skandalös kurz sind und Hosen, was undenkbar für eine Damen ist. Auch ihre restliche Erscheinung entspricht nicht dem geltenden Schönheitsideal. Ihre Haare sind kurz und ihre Haut gebräunt.

Durch diesen ungewöhnlichen und eigensinnigen Stil wird Coco Chanel zur Stilikone ihrer Zeit.
1916 beschäftigt die Designerin bereits 300 Näherinnen und wird im Haper’s Bazaar vorgestellt und von der Vogue als Inbegriff der Eleganz bezeichnet. Sie kann ihre Schulden bei Chapel begleichen und sich aus der finanziellen Abhängigkeit befreien. Als dieser 1921 bei einem Unfall stirbt kehrt Coco Chanel nach Paris zurück. Sie eröffnet ihren Modesalon in der Rue Chambon, das bis heute der Sitz von Chanel ist. 1921 revolutioniert Coco Chanel auch die Parfümindustrie, als sie gemeinsam mit Parfümeur Ernest Beaux ein Parfüm mit syntetischem Aldehyd auf den Markt bringt, das die natürlichen Duftstoffe besser zur Geltung bringt. Chanel No. 5 ist geboren und bis heute das bestverkaufte Parfüm weltweit.

In den 20er Jahren entwirft Coco Chanel das bis heute berühmte Kleine Schwarze und macht Modeschmuck salonfähig.In den 30er Jahren läuft ihr Haute Couture Haus so gut, dass Coco berühmt für ihre Arbeit wird. Sie beschäftigt rund 4000 Angestellte. Dennoch schließt sie ihr geschäft bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs und verbingt einige Jahre im Schweizer Exil. Finanziell ist sie durch den Verkauf von Chanel No. 5 abgesichert.

Erst 1954 kehrt Coco Chanel nach Paris zurück und entwirft wieder eine Kollektion. Trotzdem Christian Dior inzwischen mit seinem New Look,bestimmt durch weite Röcke mit schmaler Taille und enge kurze Jacken die Pariser Mode bestimmt, gelingt ihr mit 72 Jahren und nach 15 Jahren Pause als Designerin ein grandioses Comeback.  Ihre Kostüme aus Tweed werden zum Markenzeichen von Chanel. Coco Chanel stirbt am 10. Januar 1971 in Paris. Sie war eine Moderevolutionärin und ist bis heute eine Stilikone. Ihre Werke sind weiterhin eine Quelle der Inspiration für die Modewelt. Wir verdanken Coco Chanel neben dem kleinen Schwarzen und dem Tweed Kostüm auch das Twinset, die Hose für die Frau und die kleine Stepptasche.

Das Haute Couture Haus verliert nach dem Tod von Coco an Ansehen. Erst Karl Lagerfeld kann Chanel wieder zu alter Größe verhelfen. Er führt das Modehaus, das sich als eines der wenigen noch in Privatbesitz befindet, seit 1983 und erfindet mit jeder Kollektion den Stil von Coco Chanel neu, ohne ihm untreu zu werden.

Coco Chanel Special